Medienradio (Update)

Ich freue mich auf das Medienradio heute Abend mit Philip Banse. Ihr könnt live zuhören. Ab 21:00 Uhr auf medienradio.org oder danach als Podcast – url reiche ich nach.

Das Thema wird sein: Wie verdiene ich zum Henker noch einmal Geld mit meinen Filmaktivitäten im Netz.

Nachtrag:

Der direkte Link auf die Sendung lautet: http://medienradio.org/mr/mr017-online-werbung/

Der Link auf das mp3 ist: http://medienradio.org/audio/100107_MR017.mp3

Hat Spaß bei Euch gemacht!

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Kabel Deutschland … seit Jahren unverändert.

Die öffentlich-rechtlichen Sender haben nun Demo-Programme in HDTV laufen. Im Moment kann man diese aber nur über Satellit empfangen. Das sorgt (zurecht) für Unmut bei den Kabel Deutschland (KDG) Kunden die sich von der neuen technologischen Entwicklung ausgeschlossen fühlen. Sie fordern inzwischen sogar per Online Petition die Einspeisung der Programme.

Bis zu diesem Moment habe ich die Geschichte eher als Randnotiz empfunden. Nun kommt aber der eigentliche Spaß … und diese Diskussion taugt tatsächlich dazu, den sterbenden Fernsehmarkt noch einmal aufzuwühlen.

Bislang war es in der deutschen Medienlandschaft tatsächlich so, dass die Betreiber der Fernsehsender eine Gebühr an die Kabelnetzbetreiber entrichten, um in die Haushalte eingespeist zu werden. Dabei handelt es sich nicht um “Peanuts”, sondern die Kosten für eine Satelliten- und Kabeleinspeisung können schnell zwischen 5 und 10 Millionen € pro Jahr liegen. Die “entrance fee” in den deutschen Fernsehmarkt war also traditionell so hoch, dass es sich nur große Spieler mit massentauglichem Programm leisten konnten einzusteigen.

Nun drehen die Sender (voran ARD, ZDF und Eins Festival) gerade den Spieß um und weigern sich, das übliche Wegelagerergeld zu bezahlen … und verweisen dabei auf die sehr hohe Nachfrage der Kunden. Kabel Deutschland kann es sich also wahrscheinlich nicht leisten die Programme nicht einzuspeisen. Das bisherige Opfer wird also selbst zum Erpresser. Spannend.

Nun muss man in diesem Zusammenhang wissen, dass dieses deutsche Modell (die Sender zahlen für ihre Verbreitung selbst) international einmalig (oder zumindest sehr selten) ist. In den USA ist es beispielsweise üblich, dass die Sender für die Einspeisung in den Kabelnetzen Geld von den Kabelnetz-Betreibern bekommen. Und diese Richtung des Cash-Flows mutet ja auch viel sinnvoller an.

Mein Lieblingszitat kommt aber vom KDG Sprecher Marco Gassen. Bei diesem Wegelagerergeld  handle es sich um ein “über Jahre unverändertes Geschäftsmodell, dass die Sender für die Verbreitung ihrer Programme im Kabel Einspeiseentgelte je nach genutzter Kapazität und Reichweite bezahlen …”. Wenn der Markt-Monopolist als stärkstes Gegenargument einer Veränderung anführt, dass er selbst unflexibel ist … mögen Sie in interessanten Zeiten leben (chinesischer Fluch).

Links:
Kein HDTV-Showcase – Kabel Deutschland bleibt stur

HD-Streit: Zuschauer ärgern sich über KDG

Online-Petition für HDTV

Kabel Deutschland: “Argument der HD-Sender ist scheinheilig”

Foto:

http://www.flickr.com/photos/arnisto/1715332001/

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Computer und Kommunikation

Frohe Weihnacht! Heute, am 25.12. sitze ich für eine Stunde als Studiogast im Deutschlandfunk bei der Sendung “Computer und Kommunikation”.
Die Sendung gibts danach bestimmt auch als Podcast … reiche ich dann nach.

Nachtrag: Danke @felix. Der direkte Link auf die Sendung ist: http://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2009/12/25/dlf_20091225_1630_5c34ed06.mp3

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Weihnachtsgeschenk an alle: Amazon bringt “Streaming aus der Cloud”

Jetzt ist die Nachricht endlich draußen! Amazon bringt im Rahmen der Amazon Web Services (AWS) ein neues Feature auf den Markt. Was im Rahmen dieser kleinen Meldung heute veröffentlicht wurde:

http://aws.typepad.com/aws/2009/12/amazon-cloudfront-now-supports-streaming-media-content.html

hat das Potential den Markt für multimediale Inhalte im Web gehörig umzukrempeln. Wir hatten ausgiebig Gelegenheit die neuen Möglichkeiten im “geheimen” und mit hervorragender Unterstützung von Amazon in den letzten Monaten zu testen. Was Amazon hier auf den Markt bringt senkt die Einstiegshürde für Streaming Media enorm. Während das Aufsetzen einer “Streaming Infrastruktur” bislang aufwengig, teuer und umständlich war – und überdies für kleine Projekte unrealistisch ändert Amazon die Spielregeln.

Mit dem neuen Streaming-Feature muss der Anbieter seine Videodateien nur noch in einen speziellen Ordner ziehen (Bucket) und bekommt nach minimaler Konfiguration einen Streaming-Link (rtmp) auf seine Datei. So einfach!

Wir streamen mit der schnee von morgen webTV GmbH schon seit einem Monat beispielsweise dctp.tv mit dieser Technologie. Wir betreiben momentan noch parallel als Fallback eine eigene Streaming-Cloud (auch auf Amazon Servern) werden die aber in Zukunft nur noch für Live-Übertragungen und besonders sicheres Streaming (DRM) einsetzen.

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Chaosradio 137

Besser spät als nie. Die meisten werden es schon gefunden haben – aber ich saß vor einem Monat auf dem “Sofa” von Tim Pritlove (das Sofa ist ein sehr schickes Podcast-Studio) und wir haben gemeinsam eine ganze Folge Chaosradio über Streaming gesprochen.

Die Sendung findet ihr hier:

http://chaosradio.ccc.de/cre137.html

Am 25. Dezember werde ich noch einmal im D-Radio zu hören sein. Mehr Informationen dazu folgen an dieser Stelle.

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HTTP streaming. Segen oder Fluch? Flegen.

Inspiriert vom Artikel HTTP streaming aus dem CDN Strategy Blog sehe ich mich genötigt ein paar eigene Worte zum Thema HTTP streaming zu verbreiten.
In letzter Zeit haben mich mehrere Bekannte erregt kontaktiert mit Aussagen wie “der Tod der Streamingserver”, “da kann Adobe einpacken”, “endlich hält sich jmd. an die Standards” u.s.w.. Ich teile die Begeisterung zum Teil … und zum Teil auch nicht.
Vorerst: Was ist das “neue” HTTP streaming und wie unterscheidet es sich von herkömmlichen Technologien? Bei der herkömmlichen Streamingtechnologie (Windows Media Server, Flash Media Server / Wowza / Red5, QuickTime Streaming Server, Real Server …) fragt der Client in einem speziellen Protokoll nach dem Stream (rtmp, rtsp, mms). Der Datenaustausch findet wenn möglich in diesem speziellen Streaming-Protokoll über UDP statt und verursacht so sehr wenig Overhead an Daten (die Bandbreite wird also geschont). Darüberhinaus findet ein ständiger Datenaustausch zwischen Client und Server statt. Der Server versucht immer nur die gerade nötigen Pakete an den Client zu versenden. Wenn der Client an eine andere Stelle des Videos springt, dann erhöht der Server die Bandbreite kurzfristig stark um den Buffer des Clienten zu füllen (Burst). Danach wird die Bandbreite wieder auf das nötigste reduziert.
Die Übertragung im UDP Protokoll spart ca. 10% Bandbreite. Wenn Firewalls die Streaming Protokolle sperren ist es möglich den Stream automatisiert durch http zu tunneln (rtmpt bspw.).

HTTP streaming verwendet einen vollkommen anderen Ansatz. Die Film oder Audiodatei wird dabei in sehr viele kleine Schnipsel (Chunks) zerteilt. Der Client lädt sich eine “Playlist” Datei der Chunks herunter und fragt dann die benötigten Dateien via HTTP GET vom Server an. Der Client lädt zunächst den gesamten Header des Films herunter (der kann bei h264 und einem 30 minütigen Film einige 100 kb umfassen).
Das erste Problem für die Serverinfrastruktur ist, dass mit dieser Technologie sehr, sehr viele Requests auf kleine Files entstehen. Dabei ist es zunächst egal, ob die Chunks real als kleine Filmschnipsel vorliegen oder (sinnvollerweise) mit einem Byte-Range aus der Originaldatei abgefragt werden.
Ich habe noch nicht herausbekommen, was Adobe unter dem angekündigten HTTP streaming im kommenden Flash Player hauptsächlich für mobile Geräte versteht … wahrscheinlich wird es noch etwas proprietärer als man spontan vermuten möchte. Das IPhone unterstützt (seit FW 3.0) HTTPStreaming (Hier ein Link auf die Tech Specs). Auf ioncannon gibt es ein Tutorial wie man ein Video mit OpenSource Mitteln für gechunktes HTTP streaming vorbereitet.

Plug&Play ist etwas anderes. Auf der anderen Seite eröffnet dieser Ansatz die Möglichkeit eine Streaming-Infrastruktur ohne lästige Lizenzkosten zu realisieren. Meiner Einschätzung nach bietet HTTP streaming für große Spieler im Moment keine Möglichkeit die Kosten zu senken. Die benötigte Serverinfrastruktur für HTTP streaming (Transcoding, Verwaltung, Streaming, Logfiles, Statistiken) ist wahrscheinlich größer und komplexer (und daher auch teurer) als es mit bestehenden Streamingserver nötig ist. Trotzdem bietet HTTP streaming für Startups eine Möglichkeit einen Markt zu betreten der qua Investitionskosten einem kleinen Zirkel vorenthalten war.
Außerdem müssen wir proprietäre Protokolle natürlich schnellstmöglich aus dem Netz herausbekommen. Gerade an den relevanten Stellen “Video- und Audiostreaming gibt es endlich eine Alternative zu den bestehenden Lösungen – darüber können wir alle sehr froh sein.

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WordPress und die Cloud

Wie die meisten von Euch wissen bin ich der Meinung, dass man heute erfolgreiches webTV nur in einer Cloud Architektur betreiben kann. Worauf ich nun aber gerade mit diesem WordPress-Blog gestossen bin ist einfach großartig.
Ich möchte Euch gerne zwei Plugins vorstellen (die gar nichts mit webTV aber viel mit der Cloud zu tun haben):
Amazon S3 und S3 Backup. Beide arbeiten mit dem Elastic Storage von Amazon AWS. Das Plugin Amazon S3 ist mit zwei Klicks konfiguriert (Eigentlich musste ich nur die Credentials eintragen) und danach legt es automatisch alle Fotos und statischen Files auf S3 und verlinkt auf diese Ressourcen.
S3 Backup macht wie es heißt. Man weist dem Plugin einen Bucket/Ordner auf S3 zu und das Plugin schreibt dann regelmäßig ein komplettes Beckup der WordPress Installation inklusive Database Dump und wp-content Ordner als zip gepackt nach S3.

Foto 2 Das Amazon S3 Plugin erfordert in der Bedienung keine weiteres Know-How. Das damliche Bild hier habe ich einfach über die WordPress “Upload Image from Computer” Funktion hochgeladen und beim Einbau in den Artikel hat WordPress automatisch den Link auf das Bild im S3 Bucket gesetzt.

Da ich zusätzlich das Plugin WP Cache aktiviert habe und somit unnotige Anfragen von der MySQL Datenbank fernhalte ist dieser Blog (Kanonen auf Spatzen) nun hochskalierbar.

So werden die Vorzüge der Cloud für jedermann a) erschwinglich und b) handhabbar.

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webTV vs. IPTV

What the …? Ein Thema, was mich schon seit langer Zeit nervt und ärgert ist die Abgrenzung zwischen IPTV und webTV. Der Markt für Filme im Netz ist de-fakto noch nicht einmal existent und irgendein Schlaumeier kommt auf die Idee den praktisch nicht-existenten Markt durch zwei zu teilen. Mit welchem Ziel?
Ist es nicht viel eher an der Zeit nach Gemeinsamkeiten zwischen IPTV und webTV zu suchen?
Der IPTV Markt wird – zumindest in Deutschland – noch dominiert von proprietären Set-Top-Boxen der Netzbetreiber die hauptsächlich ein Ziel verfolgen: Sich nicht mit der Konkurrenz zu verbinden.
Versucht doch mal als Alice Kunde einen Film der Telekom zu sehen – oder einen Film auf YouTube.
Dieses wird aber natürlich nicht bis in alle Ewigkeit gutgehen. Bald wird es Set-Top-Boxen (Die dann hoffentlich einen schöneren Namen haben – auch Media-Extender geht gar nicht) geben die einfach alles was es so gibt auf dem Fernseher anzeigen. Auch “webTV” und spätestens dann verschmelzen die Märkte wieder die heute mit soviel Energie und Ehrgeiz getrennt werden.

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Das neue lionradio.de

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The day there were no news

Thanks to Tim Pritlove for his Twitter-Link to http://rivva.de/404 – the 404 error site of rivva. This seems to be the original Video and I very much love the Idea.

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